Challenge Barcelona

3. Oktober 2010 – 7.30 Uhr, die Sonnen geht gerade auf. In Deutschland feiert man den Tag der Deutschen Einheit – in Spanien stürzten sich rund 1200 Triathleten in die Fluten vor Barcelonas Küste. Unter ihnen auch Stephan Bunse von den Trianhas. Der 32 Jährige hatte sich genau diesen Wettkampf als Saison-Höhepunkt ausgesucht.

Hier sein Bericht:

„Die Wellen haben einen schon immer ganz gut hin und her gewirbelt, aber das Schwimmen im Freiwasser und vor allem im Meer macht eh Spass. Man musste lediglich auf die kleinen, braunen Quallen achten, dass man die nicht berührt. Ich kam aber gut rein habe die 3,8 km wie geplant in ca. 56 Minuten absolviert. Der Wechsel auf das Rad verlief aber nicht so reibungslos. Ich habe meinen Beutel mit den Radklamotten nicht gefunden – da kommen einem Sekunden wie Stunden vor. Auf dem Rad lief es am Anfang recht gut, ich bin allerdings im Nachhinein die erste Stunde etwas zu schnell angegangen. Nach der ersten Stunde hatte ich auf dem eigentlich langsameren Hinweg einen 38 km/h Schnitt, das war leicht über meinem Plan. Auf der zweiten Runde habe ich dann meinen Rhythmus gefunden und habe mich auf die Verpflegung konzentriert. Ich hatte eigentlich auch mit einer viel flacheren Strecke gerechnet, da waren gerade am Ende der Runde ein paar ordentliche Hügel eingebaut. Das tat aber eher gut, so konnte man mal aus dem Sattel gehen und den Rücken entlasten. Die 183 Radkilometer habe ich knapp unter 5 Std. absolviert, das entspricht ungefähr einem Geschwindigkeitsdurchschnitt von 37 km/h. Da ging es auf die Laufstrecke. Auch da merkte man meine Unerfahrenheit auf der sogenannten Ironmandistanz. Die ersten 5 km bin ich viel zu schnell angelaufen – es lief halt ganz gut und da habe ich es laufen lassen. Die Rechnung bekommt man dann später präsentiert – ab KM 38 hatte ich dann überall im Körper leichte Krämpfe – aber das ist nach knapp über neun Stunden Wettkampf dann auch egal, die letzten vier Km haut man dann auch noch so raus. Insgesamt war es durch die Hitze ein nicht wirklich einfaches Rennen. Ich habe rund 50 Salztabletten zu mir genommen, aber Spass hat es gemacht. Und mit meiner Endzeit von 9,45 Stunden bin ich auch sehr zufrieden. Mental ist so ein Ironman schon verdammt hart, ich hatte mehrere Tiefpunkte zu überwinden, das kannte ich von kürzeren Distanzen nicht. Auch die Beine Schmerzen dann irgendwann sehr stark. Insgesamt habe ich den 58. Gesamtplatz belegt.

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