Brambring erreicht Platz 2 in der Gesamtwertung bei Fulda Challenge

Los gings in der Hauptstadt des Yukon: Whitehorse (2000km nördlich von Vancouver). Hier leben 24.000 der 30.000 Einwohner des nordkanadischen Territoriums. Die übrigen 6.000 Bewohner verteilen sich auf einer Fläche, eineinhalb mal so groß wie die Bundesrepublik.

Bei dichtem Schneetreiben ging es von dort aus 500 km Richtung Norden in die Goldgräberstadt Dawson City. Unterwegs mussten die Teilnehmer ihre erste Prüfung bestehen: Rennleiter Hans-Joachim Stuck hatte auf einem Schneefeld einen fordernden Handlingsparcour abgesteckt. Am Steuer eines VW Tiguan zeigte Brambring wahre Motorsportqualitäten und kam hinter DTM-Profi Martin Tomczyk auf den 2. Platz.

Am 2. Wettkampftag führte der arktische Zehnkampf die Teilnehmer an eine historische Stätte: Am Bonanza Creek, wo vor über hundert Jahren der legendäre Klondike-Goldrausch seinen Anfang nahm, hatte der Veranstalter einen anspruchsvollen Rennkurs angelegt. Die Sportler mussten mit 80 PS starken Motorschlitten paarweise gegeneinander antreten. Auch hier zeigte der Triathlet der Trianhas wieder hinter Martin Tomczyk ein starkes Rennen und wurde ebenfalls 2.
Bei abendlichen Event des Tages mussten die Sportler einen schwer mit Rädern beladenen Schlitten eine Steigung hinauf zu ziehen. Dort oben angekommen galt es, einen Reifen an einen VW Tiguan zu schrauben. Bei den arktischen Temperaturen wurde diese Aufgabe zu einem mehr als schwierigen Unterfangen. Denn bereits nach sehr kurzer Zeit kann man bei den arktischen Temperaturen seine Finger spüren – geschweige denn, einen Reifen wechseln. Mit seinem 7. Platz war Brambring hier nicht wirklich zufrieden. Doch war dies erst das 3. von 10 Events.

Am folgenden Morgen ging es dann nochmals 480km weiter nördlich zum Polarkreis über die Schotterpiste des Dempster Highway. Während der Fahrt fiel die Temperatur auf lebensfeindliche minus 49 Grad. Doch das einzigartige Panorama, das sich den Teilnehmern beim Sonnenaufgang bot, sorgte für unvergessliche Erinnerungen.
Beim Carpulling mussten sich die Sportler im wahrsten Sinne des Wortes in die Riemen legen. Die Teams mussten einen VW Tiguan per Muskelkraft über eine Distanz von knapp hundert Metern ziehen. In der klirrenden Kälte brachte selbst diese kurze Kraftanstrengung die Athleten bis an ihre Grenzen. Stefan gab hier alles, jedoch reichte es heute leider nur zum 9.Platz.

Nach einem langen harten Tag bei klirrender Kälte wünscht sich ein jeder sicherlich ein warmes Bett, doch müssen sich die Sportler hier im Yukon mit einem Schlafsack im Zelt begnügen. „Es ist halt nichts für Weicheier!“, so Brambring.

Beim Halbmarathon am Folgetag konnte Brambring dann wieder seine ganze Stärke ausspielen und sicherte sich mit dem Sieg wertvolle Punkte für die Gesamtwertung.
Abends waren dann Kanadische Holzfällerfähigkeiten gefragt. Beim Sägewettbewerb musste teamweise mit einer Zweimann-Schrotsäge eine dicke kanadische Fichte durchgesägt werden – Platz 4.

Am fünften und damit letzten Tag im Yukon ging es wieder zurück nach Whitehorse. Auf der Strecke zwischen Dawson City und Whitehorse machte der Tross dann an den berühmten Five Finger Rapids Stromschnellen halt, um vor dieser Kulisse den Schneeschuhlauf auszutragen. Hier konnte der Triathlet wiedermal auf seine Laufstärke zählen und wurde Zweiter.

Am Abend mussten die Teilnehmer bei der Schluchtenüberquerung am Seil volle Leistung zeigen. Circa 30 Meter mussten sich die Athleten bei eisigem Wind am Seil entlang hangeln.
Nur 11 der 20 Athleten schafften diesen es überhaupt, die Schlucht zu überqueren. Brambring ließ sich von den zahlreichen Abstürzen der Konkurrenten ins Sicherungsseil nicht beängstigen und belegte Platz 6.

Am sechsten Tag traten die Athleten ihre Reise nach Vancouver an, wo am letzten Wettkampftag die finalen Events in der Olympiastadt stattfinden sollten.
Hier galt es für Brambring seinen 2. Platz in der Gesamtwertung zu verteidigen. Am Morgen ging es an der Waterfront ins Hafenbecken zum Polar Bear Swim. Hier hätten sich alle Teilnehmer gerne das dicke Fell eines Eisbären gewünscht, jedoch zeigte der Pazifik bei 5 Grad Wassertemperatur keine Gnade. „Beim Sprung ins Wasser bekam man einen wirklichen Schock. Aber da mussten wir alle durch.“ so Brambring, für den 200m Schwimmen als Triathlet normalerweise kein Problem sind.
Jedoch hätte er bei der Kälte keine 5m weiter schwimmen wollen. Schnell war er trotzdem und schlug als 2. am Steg an.
Beim abschließenden Kanu-Rennen mussten die Teilnehmer einen ca. 3km langen Parcours im Hafen absolvieren. Trotz ungewohnten Gefährt auf dem Wasser belegte Stefan hier den dritten Platz und konnte sich damit den 2.Rang in der Gesamtwertung sichern.

Bilder in der Bildergallerie.

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