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36. Twistesee-Triathlon


08.09.2019
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36. Bad Arolser Twistesee-Triathlon

Datum: 08.09.2019 | Autor: Oliver Klausen

Bericht der WLZ vom Dienstag, 10.09.19 : Wetterburg – Die Maximalgrenze von 500 Teilnehmern, 150 Helfer, keine Unfälle, so gut wie keine Kritik – diese Eckdaten verdeutlichen, warum auch die 36. Auflage des Twistesee-Triathlons als sehr gelungene in die Geschichte eingeht.

Morgens halb zehn in Nordwaldeck. Eine heimelige Atmosphäre am Twistesee. Kein Mensch am Baden, lockere Nebelschwaden über dem Wasser, und diese Ruhe. „Ach, is wieder Triathlon?“ vergewisserte sich ein Spaziergänger mit Hund am rot-weißen Absperrband.

Und dann wurde man es auch gewahr: Von Fern schallten Musik und Durchsagen aus dem Lautsprecher über den See, links und rechts der Uferpromenade wurde aufmunternd Beifall gespendet – es war Twistesee-Triathlon, am Sonntag zum 36. Mal.

Für den VfL Bad Arolsen und seine Trianhas war es ein erfolgreicher. Sportlich wie auch sonst. Anknüpfend an die gelungenen Wiederauflage im vorigen Jahr machte sich der Verein wieder einen guten Namen. Dass die beiden einzigen Aktiven der Trianhas auf dem Podest standen, rundete den Sonntag ab.

„Alles bestens. Wenn jetzt der Relin auch noch als Erster ankommt, ist der Tag nicht mehr zu toppen“, lautete das erste Zwischenfazit von Oliver Klausen am späten Vormittag, nachdem Lokalmatador Nils Huckschlag kurz zuvor den Volkstriathlon gewonnen hatte (siehe Artikel unten). Der Wunsch des VfL-Triathlon-Spartenleiters erfüllte sich nicht ganz. Der Relin, nämlich Relin Mehrhoff, kam als Zweiter auf der olympischen Distanz ins Ziel an der Twisteseehalle.

Nur Bentz zu stark für Mehrhoff :
2:10,46 Stunden zeigte die Uhr nach 1500 Meter Schwimmen, 42 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen für den Herzhäuser im Trianha-Trikot an. Wie immer war er kein Schwimm-Gott, aber dafür der schnellste auf der mit welligem Profil herausfordernden Radstrecke (1:08,18 Stunden). Fast drei Minuten machte er im Sattel auf Christoph Bentz gut. Aber gesehen hatte er den Südhessen vom Triathlon-Team DSW Darmstadt nur auf der Laufstrecke, weil diese eine Wendemarke hat.

„Der war einfach zu stark“, zollte Mehrhoff dem Sieger Respekt, der in 2:07,06 Stunden knapp fünf Minuten schneller war als im Vorjahr der Sieger der Hessenmeisterschaft auf dieser Distanz. Dritter wurde am Ende Garvin Krug (Eintracht Hameln; 2:11,23).

Schon im Wasser hatte Bentz, der vom Schwimmen zum Triathlon kam, keine Verfolger. Schon nach 21:07 Minuten erreichte er die Wechselzone. Mit 35:01 Minuten über 10 000 Meter kam ihm nur Mehrhoff (35:12) nahe. „Beim Schwimmen habe ich Gas gegeben; danach war es ein kontrolliertes Rennen, was gut für mich war, nachdem ich an den beiden vergangenen Wochenenden auch schon ein Rennen hatte“, sagte der 25-jährige Erst- und Zweitliga-Athlet.

Gleichwohl war auch Mehrhoff nach seiner Verbesserung um drei Plätze gegenüber 2018 zufrieden. „Einen konkreten Platz hatte ich mir noch vorgenommen. Ich habe mich aber gut gefühlt. Im Vergleich zu vorigem Jahr bin ich im Schnitt zwei km/h schneller gefahren auf der Radstrecke“, sagte Mehrhoff, der alles andere als unglücklich darüber war, dass es zum Heimsieg nicht ganz reichte.

Viel zufriedener als Janina Edenhofner hätte kaum ein Starter sein können. Kaum ein Jahr ist sie Triathletin, zum ersten Mal ging sie die längere olympische Distanz an – und gewann auf Anhieb in Wetterburg. Bemerkenswert: Bis 2018 war die 26-jährige vom KSV Baunatal noch als Speerwerferin sportlich unterwegs. Nun stieg sie gerade mit dem Baunataler Team in die 1. Hessenliga auf.

„So gut es geht aus’m Wasser und dann auf’m Rad Druck machen. Das hat ganz gut funktioniert – spätestens beim Laufen“, sagte Edenhofner, der die „knackige Radstrecke“ mit fast 600 Höhenmetern freilich entgegen kam.

Die Gudensbergerin gewann in einer Zeit von 2:48,01 und verwies Larissa Katzmann (2:50,12) auf Platz zwei. Während die Siegerin nach gut 34 Minuten Schwimmzeit eine Aufholjagd startete, wurde die nach dem Radfahren noch führende Marion Waid (Seligenstadt) unterm Strich Dritte.

Während es bei den Frauen keine heimischen Athletinnen gab, verbuchte Youngster Martin Vogel vom TSV Landau einen sehr ordentlichen zehnten Gesamtrang. In 2:26,49 wurde er außerdem Zweiter bei den Junioren.

Was ist das schwierige bei den Triathleten mit ihren Badekappen und Fahrradhelmen? Man weiß nicht so genau, wer Männlein und wer Weiblein ist. Sagt jedenfalls Michaela Winter. Sie habe daher nicht genau gewusst, an welcher Position im Rennen sie liegt, verriet die Athletin des ASC Göttingen nach ihrem Zieleinlauf.

Umso überraschter war sie, als sie vom Sprecher als schnellste Frau und Siegerin im Twistesee-Volkstriathlon begrüßt wurde. In 1:20,30 Stunden lag Winter nur 18 Sekunden vor Julia Schallau (Bad Nauheim), Karolin Kiefer (1:23,02) trug als Dritte zum insgesamt sehr guten Abschneiden des KSV Baunatal bei.

Beim Schwimmen hat Nils Huckschlag noch Luft nach oben. Aber wenn er in den beiden anderen Teildisziplinen immer derart den Turbo zündet, ist der 19-Jährige Bad Arolser schwer zu schlagen. Als Mitfavorit auf der kürzeren Distanz wurde er seiner Rolle am Sonntag gerecht und ließ den Tag für die Trianhas erfolgreich beginnen

An Matthias Kellner vom 1. Tri-Club Paderborn war im Twistesee kein Vorbeikommen, der brauchte nur rund 6:30 Minuten für die 1500 Meter und wechselte nach 7:22 aufs Rad. Huckschlag holte die 20 Sekunden Rückstand aber schon bis kurz nach der Wechselzone auf und fuhr dann einem souveränen Sieg entgegen.

Fast vier Minuten betrug letztlich Huckschlags Vorsprung auf den „Verfolger“ vom CJD Oberurff (01:05,25). Nach 1:01,26 Stunden blieb die Uhr stehen, damit wiederum war der deutsche Juniorenmeister und Sieger des Triathlons in Waldeck fast neun Minuten schneller (allein drei beim Schwimmen) als bei seinem zweiten Platz im Vorjahr.

Kellner wurde übrigens am Ende Vierter, vor ihm schon sich noch Jens Schumann von der Waldecker Eintracht. Nach Platz fünf im Heimrennen am Edersee landete er diesmal in 1:07,05 als Dritter auf dem Podestplatz, nachdem er seinen leichten Rückstand aus dem See wettgemacht hatte.

Die besten heimischen Athleten hinter den Medaillenrängen waren Jan Stielow von Tri-Team Burgwald als 13. (1:14,16) und Noah Lukes von der LG Eder als 15. (1:16,43). Als Sieger der männlichen Jugend lief er in 20:24 übrigens nicht viel schlechter als die Top drei. Stielow wurde Zweiter in seiner Altersklasse (M25). Beachtliche Platzierungen unter den 85 Finishern belegten auch Markus Hensel (Willingen, 19.), Thomas Kwyk (Battenberg, 22.) und Stefan Kesper (SC Willingen, 25.).

Bei den „Oldies“ überzeugte Heiner Emden (TSCV Korbach) als Dritter der zehnköpfigen M55, der Korbacher Manfred Heide war einmal mehr der älteste Starter. Unter den 29 Frauen war Schwimmerin Lea-Marie Flecke vom VfL Bad Arolsen (1:33,41) als 17. die beste heimische Athletin. Sie lief gemeinsam mit ihrem Vater Jürgen Koch über die Ziellinie.

VfL Bad Arolsen zieht positives Fazit :
„Es war eine rundum sehr positive Veranstaltung. Den Helfern kann man nicht genug danken, die Rückmeldungen der Athleten haben uns sehr gefreut“, berichtete Oliver Klausen. Auch die Kampfrichter seien weitgehend zufrieden gewesen, so der Leiter der Triathlon-Abteilung des VfL Bad Arolsen.

„Uns ist es wichtig, dass es auch eine Breitensport-Veranstaltung bleibt. Wir haben uns auch diesmal über die vielen Hobbysportler gefreut“, sagt Klausen mit Blick auf den Staffelwettbewerb.

Viele heimische Vereine und Gruppierungen stellten ein Team, wie etwa die Volkmarser Feuerwehr. Die Sieger kamen in Matthis Hüppe, Paul Geiersbach und Frank Weiershäuser vom TSV Niederelsungen. (schä)